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Unsere neue Avocado-Öl Manufaktur

Avocado-Öl aus Kenia
Avocado-Öl aus Kenia

Es war 2021 Zeit, den nächsten Schritt zu gehen – und unser Unternehmen weiterzuentwickeln. Dabei herausgekommen ist ein Projekt, das kenianische Landwirt*innen und Endkund*innen gleichermaßen zufriedenstellt: eine Manufaktur für Avocado-Öl direkt vor Ort. Wie diese das Leben der Kenianer verändert und was wir tun, um ein erstklassiges Produkt herzustellen – das erfahren Sie hier.

Mehr Einkommenssicherheit, weniger Kriminalität: Was unser Avocado-Öl bewirkt

Globale und nachhaltige Wertschöpfungsketten schaffen, von denen die ortsansässigen Landwirt*innen profitieren: Mit diesem Ziel haben wir 2009 unser erstes Projekt „macadamiafans“ gegründet. Und genau hier setzt auch die neue Avocado-Öl Manufaktur an.

Die Avocado-Öl Manufaktur befindet sich wenige Kilometer vom Dorf Ena (Bezirk Embu, Kenia) entfernt und liegt inmitten der Mischfarmen unserer Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Nach dreimonatiger Bauzeit in Betrieb genommen, trägt sie auf vielfältige Weise zu verbesserten Lebensbedingungen bei:

  1. Zusätzliche Einnahmen: Bisher haben wir Macadamia-Nüsse von unseren Bauern und Bäuerinnen verarbeitet. Im Rahmen einer nachhaltigen Mischkultur wachsen auf den Höfen jedoch auch Avocados und Mangos. Ab sofort können die Familien diese ebenfalls an uns verkaufen und ihre Einnahmen erhöhen.

  2. Mehr Sicherheit: Mit dem Hinzukommen einer weiteren Einnahmequelle vergrößert sich die Unabhängigkeit der Kleinbäuer*innen und der Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels – sollte eine Ernte schlecht ausfallen, verdienen unsere Landwirt*innen mit den Erträgen der übrigen Kulturpflanzen weiterhin Geld. Um Einnahmen und Sicherheit für die Bauern und Bäuerinnen zu stärken, verwenden wir für unser Avocado-Öl die Sorten „Hass“ und „Fuerte“. Diese liefern besonders viel Öl, reifen schnell heran und bringen auf kleinerer Anbaufläche mehr Ernten hervor. Darüber hinaus lassen wir in der LIMBUA-eigenen kenianischen Baumschule neben Bio-Macadamia-Setzlingen auch Avocado-Setzlinge großziehen. Hier werden sie nach neusten Erkenntnissen und in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Regierung umsorgt und veredelt.
    So gewährleisten wir hohe und qualitative Erträge, die beiden Seiten zugutekommen – und bieten projekt-externen Bauern einen Anreiz, auf Bio-Mischkulturen umzusteigen.

  3. Neue Arbeitsplätze: Unsere Manufaktur schafft Arbeitsplätze, von denen vor allem junge Menschen und Frauen profitieren. So haben wir zum Beispiel Maschinenbediener*innen, Lebensmittelwissenschaftler*innen, Elektroingenieur*innen, Fahrer*innen, Sortierer*innen oder Sicherheitspersonal eingestellt – mittlerweile arbeiten über 700 Menschen in den Manufakturen von LIMBUA.

  4. Nachhaltig angebaut: Die Avocados wachsen auf den Bio-Mischfarmen der Kleinbäuer*innen am Mount Kenya. Aufgrund der günstigen Lage im feuchten Klima ist keine zusätzliche Bewässerung nötig.

    Sarah Muthaka, Luka Kirungu, Abigail Birech, Caroline Kadima, Boniface Mutua
    Sarah Muthaka, Luka Kirungu, Abigail Birech, Caroline Kadima, Boniface Mutua (v.l.n.r.)

  5. Ausbau der Gemeinschaft: Vor dem Bau unserer Fabrik hatte ein Teil der Gemeinde keinen Zugang zu Leitungswasser oder Strom – beides gehört der Vergangenheit an. Darüber hinaus haben wir die Wege in feste Straßen verwandelt. Von der Anlage profitieren also nicht nur unsere Mitarbeitenden, sondern auch ihre Familien und die gesamte Gemeinschaft.

  6. Reduzierte Kriminalität: Indem die Fabrik jungen Menschen stabile Einkommensquellen gibt, ist es gelungen, die Kriminalität nachweislich zu senken.

  7. Weniger Landflucht: Arbeitsplätze und existenzsichernde Verkäufe ermöglichen es den Einwohnern, auf dem Land zu bleiben. Auf diese Weise verhindern wir eine Abwanderung in die Städte, wo in den meisten Fällen ein Leben in Slums wartet.


Welche Herausforderungen uns begegnet sind – und wie wir sie gemeistert haben

Auf dem Weg von der Idee bis zur ersten Flasche Avocado-Öl sind uns verschiedene Hürden begegnet. So war die Avocado Saison bei Fertigstellung des Gebäudes bereits im Gang.
Zusätzlich herrscht unter kenianischen Konkurrenten ein großes Interesse an dem Export der beliebten Früchte.

Weil wir seit jeher ausgezeichnete Beziehungen zu unseren Bauern pflegen, haben diese LIMBUA trotzdem reichhaltige Ernten geliefert – so reichhaltig, dass sie für die gesamte Produktions-Saison genügten.

Nach der Abfüllung stießen wir jedoch auf eine weitere Herausforderung. In Covid-Zeiten erwies es sich als schwierig, Schiffe und entsprechende Container für den Transport zu beschaffen – doch auch hier zahlte sich die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus: Der Export erfolgte problemlos und zu 100 Prozent. Kurz: Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Landwirt*innen und weiteren Partner*innen zusammen. So gelingt es uns, wertschätzende Beziehungen aufrechtzuerhalten, zukünftige Herausforderungen zu bewältigen – und die Produktionsprozesse reibungslos zu gestalten. Wie die Arbeit in unserer Fabrik abläuft, erfahren Sie hier:

Wie die Avocado in die Flasche kommt: Ein Produktionsüberblick 

Aus unseren nachhaltigen Wertschöpfungsketten soll ein Avocado-Öl der höchsten Güteklasse („Extra virgin“) hervorgehen. Deswegen verwenden wir ausschließlich tischreife Früchte. Bei Wareneingang werden überreife Avocados aussortiert und unreife Avocados zur Nachreifung zurückgebracht. Die Kategorisierung erfolgt manuell durch die Daumenprobe: Gibt die Frucht dem Druck nach, ist sie verzehrfertig.

Die besten Avocados dürfen ihren Weg durch unsere Produktionsstätte fortsetzen und durchlaufen dabei mehrere Schritte:

  • Reinigung: Unsere Mitarbeitenden waschen die Avocados mit sauberem Wasser und befreien die Schale somit von Verunreinigungen. Chemische Lösungsmittel kommen hier nicht zum Einsatz. Damit keine Druckstellen entstehen, kontrollieren wir den Betriebswasserdruck.

    Avocado Reinigung
    Vor der Verarbeitung werden die guten reifen Avocados mit sauberem, gereinigtem Wasser gewaschen
  • Entsteinung: Die Paste – also das buttrige Fruchtfleisch – wird vom Saatgut (Avocado-Kern) und dem Zellgewebe (Haut) getrennt.

  • Malaxieren: Im Malaxer beginnt die eigentliche Produktion. Das Gerät rührt die Paste langsam um und erhitzt sie, wodurch mikroskopisch kleine Öl- und Wassertropfen zusammenfließen. Nur, wenn Temperatur und Verweildauer stimmen, entsteht ein erstklassiges Produkt. Auf den Punkt gebracht handelt es sich um eine mechanische Kaltpressung, die ohne chemische Zusätze auskommt.

  • Trennung: Zuletzt trennen wir das Öl von der Paste. Dabei kommt ein komplexes, zweistufiges Verfahren zum Einsatz, welches ultrafeine Verunreinigungen entfernt.

    Übrig bleibt ein biologisches Avocado-Öl, das bereit ist, in die Welt exportiert zu werden – und zu überzeugen: Mit höchster Reinheit, einem charakteristischen Avocado-Geschmack und intensiven Grüntönen.


Fettsäuren & Verwendung: Wieso die Avocado eines der besten Öle liefert

Rund 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren machen Avocado-Öl zu einem überaus kostbaren Produkt, das sowohl in Lebensmitteln als auch Kosmetika brilliert. So nährt und pflegt es spröde Haut oder brüchiges Haar und schützt bis zu einem gewissen Grad vor UV-Strahlen sowie frühzeitigen Alterserscheinungen – schließlich verstecken sich hier Vitamin E und andere wertvolle Nährstoffe. Darüber hinaus lässt sich Avocado-Öl leicht verteilen, es zieht zügig ein und wirkt in Salben und Lotions emulgierend.

Fazit: Erstklassiges Öl mit sozialem Impact

Avocado-Öl gilt als eines der wertvollsten Öle überhaupt. Bei LIMBUA eingekauft, stärkt es außerdem die Gemeinschaft vor Ort sowie die Einkommenssicherheit von 7.000 Kleinbäuer*innen.

Bio Avocadoöl

Biologisches Avocado-Öl aus eigener Produktion. Es wurde am Ende der Produktionslinie entnommen.
 

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