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Umweltaktion der nächsten Generation

Junge Umweltschützer räumen auf - und setzen ein Zeichen

LIMBUA Schulpojekt Umweltschützer
Nachhaltigkeit beginnt mit Verantwortung – für die Natur, für die Gemeinschaft und für kommende Generationen. In vielen ländlichen Regionen Kenias gibt es bisher keine zentrale Müllabfuhr, doch es existieren bereits verschiedene Strukturen zur Sammlung und Verwertung von Wertstoffen. 


CHIPUKIZI MAZINGIRA FANS: Umweltschützer in Aktion 

Die LIMBUA Foundation setzt mit CHIPUKIZI MAZINGIRA FANS genau hier an: Gemeinsam mit 37 Partnerschulen binden wir die Schüler spielerisch in ein Umweltprojekt ein, das sowohl Bewusstsein schafft als auch praktische Lösungen bietet. Viele dieser Schüler sind Kinder unserer Vertragsbauern und Bäuerinnen. Sie sammeln innerhalb des Projektes nicht biologisch abbaubaren Abfall und bringen ihn zu ihrer Schule, wo LIMBUA die fachgerechte Entsorgung organisiert. So lernen sie auf praktische Weise, wie Recycling und Umweltschutz zusammenwirken. 

LIMBUA Partnerschule: Projekteinweisung

Die Kids an einer der teilnehmenden Partnerschulen werden zum Müllsammel-Projekt gebrieft

Der Name des Projekts ist nicht zufällig gewählt: CHIPUKIZI MAZINGIRA FANS setzt sich aus Swahili-Wörtern zusammen: CHIPUKIZI bedeutet „aufkeimen“ oder „heranwachsen“, MAZINGIRA steht für „Umwelt“ und FANS symbolisiert die Gemeinschaft der Unterstützer. Übersetzt beschreibt der Name also sinngemäß eine junge Generation, die sich aktiv für den Schutz der Umwelt einsetzt.

Herausforderung der Abfallentsorgung in ländlichen Regionen Kenias

In ländlichen Regionen gibt es kein organisiertes Müllentsorgungssystem z.B. in Form einer Müllabfuhr. Es existieren verschiedene andere Ansätze zur Müllentsorgung: Doch während die Tee- und Kaffeeindustrie Sammelstellen für recycelbare Materialien anbietet und Händler Wertstoffe weiterverkaufen, bleiben nicht biologisch abbaubare Abfälle nach wie vor eine Herausforderung. LIMBUA arbeitet daran, diese Lücke zu schließen und mit CHIPUKIZI MAZINGIRA FANS eine Lösung anzubieten, die sowohl umweltfreundlich als auch praktisch umsetzbar ist. Dabei geht es nicht nur um das Sammeln von Abfällen, sondern auch darum, langfristig ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltige Praktiken zu schaffen.

Müllsammel Projekt an LIMBUA Partnerschule

Gesammelter, nicht biologisch abbaubarer Abfall bereit zur Abholung durch LIMBUA

Das Ziel: Umweltbewusstsein stärken und Ressourcen schützen

Plastik- und Polythene-Rückstände können langfristig die Bodenqualität beeinträchtigen und Wasserquellen belasten. Die aktive Beteiligung der Schulkinder als Umweltschützer – von denen viele aus landwirtschaftlichen Familien stammen – hilft dabei, schon früh ein Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten zu schaffen. Auf diese Weise werden nachhaltige Praktiken über Generationen weitergegeben.

    • Schüler:innen als Umweltbotschafter: Die Kinder und Jugendlichen sammeln im Rahmen des Projektes nicht-biologisch abbaubaren Abfall aus ihrer direkten Umgebung und bringen ihn zu den Sammelstellen in den Schulen. Dort wird der Abfall an den Projekt-Tagen gewogen und die Kinder aktiv in den Prozess des Umweltschutzes einbezogen. Der Fokus liegt auf der Freude der jungen Menschen an der Projektteilnahme.

    • Verantwortungsvolle Entsorgung: LIMBUA organisiert den Abtransport des gesammelten Materials und übergibt es an einen spezialisierten Partner für eine fachgerechte Weiterverarbeitung.

    • Zusammenarbeit mit lokalen Partnern: Der gesammelte Abfall wird von Green Pine Agency, einem Recyclingunternehmen, übernommen. Wiederverwertbare Materialien werden sortiert und aufbereitet, während nicht recycelbare Bestandteile einer sicheren Entsorgung zugeführt werden.

LIMBUA verantwortet den Transport des Abfalls

LIMBUA transportiert den Abfall von den Schulen ab und übergibt ihn zur fachgerechten Entsorgung dem Projektpartner "Green Pine Agency"

Projektumfang & langfristige Vision

Seit dem Projektstart im Februar 2025 sind 37 Partnerschulen aktiv beteiligt und haben bereits Erfolge erzielt. Rund 200 Kleinbauernfamilien profitieren direkt von der Initiative. Die ersten Reaktionen sind durchweg positiv – die Schüler:innen zeigen großes Engagement als Umweltschützer und freuen sich auf die Sammeltermine. Die hohe Motivation zeigt, dass das Projekt nicht nur auf praktischer Ebene funktioniert, sondern auch eine nachhaltige Veränderung im Denken bewirkt.

Zukünftig soll das Programm weiter ausgebaut werden, um noch mehr Schulen und Familien zu erreichen. Ziel ist es, eine langfristige Struktur für das Sammeln und Recyceln von nicht biologisch abbaubaren Materialien zu etablieren, die über lokale Initiativen hinausgeht und als Modell für weitere nachhaltige Projekte dienen kann.

Sammel Tag an einer Primary School

Die Spannung der jungen Umweltschützer steigt: das gesammelte Material wird gewogen

Positive Auswirkungen für die gesamte Gemeinschaft

Das Projekt hat nicht nur eine direkte Umweltwirkung, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl und die nachhaltige Entwicklung in der Region:

  • Bildung als Schlüssel zur Veränderung Schüler:innen lernen früh, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist – ein Wissen, das sie in ihre Familien und die Gesellschaft weitertragen.

  • Nachhaltige Entsorgung statt kurzfristiger Lösungen: Indem der gesammelte Abfall in ein geregeltes Entsorgungssystem überführt wird, entsteht eine langfristige Lösung, die über einzelne Maßnahmen hinausgeht.

  • Gemeinschaftliches Engagement: Das Projekt verbindet Schüler:innen, Schulen und landwirtschaftliche Betriebe, um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln. 

Müll-Sammelstelle und Wiegen an der Schule

Schüler einer teilnehmenden Primary School bringen den Müll zum Wiegen

Persönliche Perspektiven

Das Projekt wird von zwei engagierten LIMBUA-Mitarbeitenden im Rahmen der LIMBUA Foundation verantwortet. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit Schulen, Lehrkräften und Gemeinden stellen sie sicher, dass das Projekt nicht nur funktioniert, sondern auch langfristig Wirkung zeigt.

Luka Macharia, LIMBUA Demeter & Special Projects Manager, verantwortet die Steuerung des Projekts und dessen Integration in die Nachhaltigkeitsstrategie von LIMBUA. „Durch diese Initiative entsteht nicht nur eine umweltfreundlichere Umgebung, sondern auch ein stärkeres Bewusstsein für den Wert von Recycling und nachhaltigem Wirtschaften“, erklärt er.

Bilha Wanjira, LIMBUA Field Admin, koordiniert die Sammelaktionen, organisiert die Kommunikation mit den Schulen und begleitet den Ablauf. „Es ist inspirierend zu sehen, wie engagiert die Schüler:innen teilnehmen. Die Freude, mit der sie die Materialien sammeln und zur Schule bringen, zeigt, dass sie verstehen, wie wichtig ihr Beitrag für die Umwelt ist“, berichtet sie.

Bilha Wanjira begleitet das LIMBUA Müllsammel-Projekt

Bilha Wanjira (Mitte) ist eine der Projektverantwortlichen für die engagierten Umweltschützer

Junge Umweltschützer: Nächste Schritte und langfristige Ziele

LIMBUA plant das Projekt weiter auszubauen und zusätzliche Schulen und Kleinbauernfamilien einzubinden. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein in den Gemeinden nachhaltig zu verankern und eine feste Struktur für das Sammeln und fachgerechte Recyceln nicht biologisch abbaubarer Materialien zu schaffen. Zudem sind weitere Partnerschaften mit lokalen Recyclingunternehmen und Umweltinitiativen denkbar, um das Projekt noch effizienter zu gestalten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen leistet CHIPUKIZI MAZINGIRA FANS einen wichtigen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Abfallwirtschaft – ein weiterer Schritt, um landwirtschaftliche Flächen zu erhalten und die Umwelt langfristig zu schützen.

Material der Umweltschützer verladen

Verladen des Materials von einem Sammel-Aktionstag an einer der LIMBUA Partnerschulen